Xavier Naidoo hat am 22. Oktober 2026 auf seinem offiziellen YouTube-Kanal das Video zu seiner neuen Single „Xavier Naidoo – Freund wie dich (Official Video)“ veröffentlicht. Bei den Streamingdiensten ist der Song seit dem 23. Oktober verfügbar. Im Januar war bereits „Auf die Liebe“ erschienen.
Ein Video aus der KI
Das Video wurde laut Promiflash mithilfe künstlicher Intelligenz gestaltet. Es zeigt Naidoo in verschiedenen Lebensphasen, mal jünger, mal älter, und an seiner Seite immer denselben Freund. Als Videoregie nennt die YouTube-Beschreibung District Films. In der Beschreibung selbst steht kein KI-Hinweis. Die Angabe stammt aus der Berichterstattung. Inhaltlich geht es um eine lange, verlässliche Freundschaft.
Zahlen nach drei Tagen
Am 26. Oktober lag das Video bei gut 100.000 Aufrufen. In den deutschen YouTube-Trends (Musik) stieg es laut yt50 bis auf Platz 19. Bei iTunes listete MusicMetrics zum Start Platz 6 in Österreich, Platz 11 in Deutschland und Platz 50 in der Schweiz. Das sind Momentaufnahmen und keine offiziellen Charts. Zum Vergleich: „Auf die Liebe“ steht nach neun Monaten bei rund 600.000 Aufrufen.
Die Karriere in Kürze
Naidoo stammt aus Mannheim und ist 1971 geboren. Er gründete die Söhne Mannheims mit, und sein Debüt „Nicht von dieser Welt“ (1998) verkaufte sich über eine Million Mal. Produziert hat es Moses Pelham bei 3p. „Dieser Weg“ wurde 2005/2006 zum WM-Song. Später saß Naidoo unter anderem in der Jury von „Deutschland sucht den Superstar“. „Auf die Liebe“ war im Januar 2026 laut seinem Kanal die erste neue Musik seit über sechs Jahren. Die „Bei meiner Seele“-Tour startete im Dezember 2025 mit zwei ausverkauften Abenden in der Kölner Lanxess-Arena (WDR).
Die Kontroversen, sachlich
Ohne diesen Teil geht es bei Naidoo nicht:
- Wegen Kritik an seinen Äußerungen zog der NDR 2015 die Nominierung für den Eurovision Song Contest kurz nach der Bekanntgabe wieder zurück.
- Im März 2020 trennte sich RTL wegen eines Videos zu Geflüchteten von ihm als DSDS-Juror.
- Das Bundesverfassungsgericht entschied 2021, dass eine Referentin ihn im Streit um seine Liedtexte als Antisemiten bezeichnen durfte.
- Medien berichteten über Auftritte mit sogenannten Reichsbürgern, über verbreitete QAnon-Erzählungen und über ein Duett mit dem früheren Sänger der Hooligan-Band Kategorie C (FOCUS, WDR Cosmo).
- 2022 veröffentlichte er ein Entschuldigungsvideo. Darin sagt er, er habe sich in Verschwörungserzählungen verrannt, und er distanziere sich von Extremen. Kritiker wie der Journalist Andreas Speit halten das für zu wenig (WDR).
- Im Februar 2026 sorgte er laut SPIEGEL mit wirren Aussagen am Rande einer Kundgebung vor dem Kanzleramt erneut für Schlagzeilen.
- Im September 2026 ließ das Landgericht Mannheim eine Anklage der Staatsanwaltschaft aus dem Jahr 2023 in einem Punkt zu, nämlich Volksverhetzung in Tateinheit mit Beleidigung. Die übrigen fünf Vorwürfe aus zwei Anklagen ließ es mangels hinreichenden Tatverdachts nicht zu. Dagegen hat die Staatsanwaltschaft Beschwerde beim OLG Karlsruhe eingelegt. Ein Verhandlungstermin steht noch nicht fest. Naidoos Anwälte weisen die Vorwürfe zurück, und es gilt die Unschuldsvermutung (SWR, Tagesspiegel).
Fazit
Musikalisch setzt Naidoo mit „Freund wie dich“ auf ein versöhnliches Thema und auf moderne Mittel, denn das Video stammt aus der KI. Ein Teil der Fans feiert das in den Kommentaren. Der Rest der Geschichte bleibt aber offen, solange das Verfahren in Mannheim läuft. Wer das Video anschaut, sollte beides im Hinterkopf haben.










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